Peter Mombaerts, Direktor
Bei Mäusen wird der Geruchssinn durch mehr als 1200 olfaktorische Rezeptoren (englisch “odorant receptors“, ORs) vermittelt, der größten Genfamilie im Genom. Diese Geruchsrezeptoren sind G-Protein-gekoppelte Rezeptoren. Von olfaktorischen Nervenzellen (englisch “olfactory sensory neuron“, OSN) im Riechepithel wird angenommen, dass jede Zelle nur ein OR-Gen von nur einem Allel exprimiert. Axone der olfaktorischen Nervenzellen, die den gleichen Rezeptor exprimieren, vereinigen sich in denselben Strukturen des Bulbus olfactorius, den so genannten Glomeruli. Hier bilden sie Synapsen mit den Neuronen zweiter Ordnung in der olfaktorischen Bahn. Es steht mittlerweile fest, daß die olfaktorischen Rezeptoren selbst bei der axonalen Wegfindung und Vereinigung in einen Glomerulus von Bedeutung sind, aber die genauen Mechanismen bleiben ungeklärt.
Die drei wichtigsten Interessensgebiete der Abteilung sind: Auswahl der Geruchsrezeptorgene, die axonale Verschaltung und die Geruchskodierung. Weitere Interessensgebiete sind vomeronasale Rezeptoren und Phäromone sowie das Klonen von Mäusen mit Kerntransfer.
Peter Mombaerts, Direktor
Abteilung für Molekulare Neurogenetik
Tel.: +49 (0) 69 6303-4000
E-Mail: peter.mombaerts(at)biophys.mpg.de