Prof. Dr. Ivan Dikic

Max Planck Fellow

Wir freuen uns, unser Wissen und unsere Infrastruktur mit Prof. Ivan Đikić zu teilen.

Der Molekularbiologe und Biochemiker Ivan Đikić, Direktor des Instituts für Biochemie II der Goethe-Universität Frankfurt am Main, wurde zum Fellow der Max-Planck-Gesellschaft ernannt. Er begann seine Amtszeit am Max-Planck-Institut für Biophysik im Oktober 2018. Das Max-Planck-Fellow-Programm fördert die Zusammenarbeit zwischen herausragenden Universitätsprofessoren und Forschern der Max-Planck-Gesellschaft.

Die Ernennung zum Max-Planck-Fellow beinhaltet die Betreuung einer kleinen Arbeitsgruppe an einem Max-Planck-Institut für eine Amtszeit von fünf Jahren. Die Forschung in der Đikić-Gruppe konzentriert sich auf zwei wichtige zelluläre Qualitätskontrollwege: das Ubiquitin-System und die Autophagie. Als solche bieten sie Schutz vor verschiedenen menschlichen Krankheiten und sind an fast allen zellulären Signalprozessen beteiligt. Die Gruppe deckt ein breites Spektrum an Fachwissen ab, um Struktur-Funktions-Beziehungen aufzudecken. Kürzlich hat die Đikić Molecular Signaling Group einen neuartigen Ubiquitinierungsmechanismus entdeckt, der durch bakterielle Enzyme bei Infektion menschlicher Zellen induziert wird. In Zusammenarbeit mit Kollegen des Frankfurter Max-Planck-Instituts für Biophysik will die Gruppe nun zusätzliche atomare Details dieser Serin-Ubiquitinierung auflösen. Ein zweiter Bereich von beiderseitigem Interesse ist die Umgestaltung des endoplasmatischen Retikulums über einen als ER-Phagie bekannten Prozess. Bisher ist nur sehr wenig über die Mechanismen bekannt, die das Targeting, Biegen und Formen der Membran während dieser selektiven Form der Autophagie erleichtern.

Darüber hinaus möchte Ivan Đikić eine starke Verbindung zum wettbewerbsintensiven Krebsforschungsprogramm der Goethe-Universität aufbauen. Er ist einer der Gründer des Frankfurter Krebsinstituts (FCI), das kürzlich erhebliche Mittel für den Bau eines LOEWE-Zentrums und eines neuen Forschungsgebäudes erhalten hat.

Professor Đikić wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis 2013 (DFG), zwei Advanced Grants des Europäischen Forschungsrats (ERC), dem Ernst-Jung-Preis für Medizin und dem Deutschen Krebspreis der Deutschen Krebsgesellschaft. Ivan Đikić engagiert sich intensiv für die Ausbildung der nächsten Generation von Wissenschaftlern und für die Kommunikation der Wissenschaft mit der Öffentlichkeit.

Er unterhält enge Verbindungen zu seiner Heimat Kroatien, wo seine Bemühungen in Bezug auf Bildung und Kommunikation von der höchsten zivilen Ehre, dem Orden des Herzogs Branimir, anerkannt wurden, der vom kroatischen Präsidenten verliehen wurde.

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